Apensen, Ev.-luth. Kirche
Orgel von Philipp Furtwängler (1853)

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Informationen in Kürze

Die Orgel in Apensen wurde 1853 von Philipp Furtwängler ursprünglich für eine ältere Kirche gebaut und diente dem Orgelneubau in Twielenfleth (Altes Land) als Vorbild.
Nach einem Kirchenneubau (1910) wurde das Instrument in Apensen in der neuen Kirche verändert wieder aufgebaut. Der zeittypische Umbau der Orgel von 1953 veränderte das Instrument in pseudobarocker Manier und prägt die Furtwängler-Orgel bis heute. Eine Restaurierung der Orgel und Rückführung auf den Zustand von Furtwängler ist in Vorbereitung.

Apensen, Ev.-luth. Kirche, Furtwängler-Orgel

Apensen, Ev.-luth. Kirche

Bilder

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Daten zur Orgel:

Disposition:
(19 / II/Ped)

Manual I
Prinzipal 8' F/1920*
Bordun 16' F**
Rohrflöte 8' F
Oktave 4' ?
Gedackt 4' F
Quinte 2 2/3 M
Oktave 2' K
Tertia 1 3/5' K
Mixtur 3 f. K
Trompete 8' F&H/K

Manual II
Geigenprinzipal 8' K/F
Gedackt 8' F
Gemshorn 4' ?
Flageolet 2' K
Spitzig 2 f. K


Pedal
Subbaß 16' F
Oktave 8' F
Oktave 4' F
Posaune 16' K

* Prinzipal 8' C-Fis gedeckte Pfeifen, ab G im Prospekt
** Bordun erst ab A

Pfeifenwerk:

F = Philipp Furtwängler, Elze
F&H = Furtwängler und Hammer
M = Marcussen (aus der Orgel St.Peter 1895)
K = Kemper

Manualumfang: C,D - f'''
Pedalumfang C - c'
Manualkoppel, Pedalkoppel I
3 Keilbälge

Tonhöhe etwas über normal
Stimmung: gleichstufig

Bau-/Restaurierungsgeschichte

Im Inventarium des Corporis bonorum Ecclesiastici von 1791 wird noch keine Orgel erwähnt. So ist das Instrument von Philipp Furtwängler aus Elze von 1853 wohl die erste Orgel in der Kirche zu Apensen.

Das Instrument Furtwänglers hatte die folgende Disposition:

Hauptmanual
Principal 8’
Bordun 16’
Rohrflöte 8’
Spitzflöte 8’
Octav 4’
Gedactflöte 4’
Quinte 3’
Octav 2’
Mixtur 4 fach

II. Manual
Geigen Principal 8’
Lieblich Gedact 8’
Salicional 8’
Gemshorn 4’
Flageolet 2’

Pedal
Subbaß 16’
Octavbaß 8’
Octav 4’
Posaunenbaß 16’

Manualumfang : C, D – f’’’
Pedalumfang: C – c’
Kalkantenglocke
Manualkoppel, Pedalkoppel I
3 Keilbälge
Winddruck: 30 Grad
Manualwindlade durchschoben


1909/10, bedingt durch einen Kirchenneubau, wird die Orgel von Furtwängler & Hammer aus Hannover abgebaut und in der neuen Kirche wieder neu aufgestellt.
Es werden dabei folgende Veränderungen an dem Instrument vorgenommen:
- Der Winddruck wird von 30 Grad (65 – 70 mm WS) auf 83 mm Wassersäule erhöht
- Im Manual I wird Gamba 8’ für die Spitzflöte eingebaut
- Trompete 8’ wird auf pneumatischer Zusatzlade im Manual I ergänzt
- auch im Pedal wird auf einer Zusatzlade ein Register Cello 8’ ergänzt
- Im Pedal wird Posaune 16’ entfernt. Dafür baut F&H ein Violon 16’

1917 müssen die zinnernen Prospektpfeifen an die Heeresverwaltung abgeliefert werden.

1920 werden diese Pfeifen durch minderwertige Zinkpfeifen ersetzt.

1934 wird ein elektrisches Gebläse eingebaut.

1953 wird die Orgel unter der Fachberatung von KMD A. Hoppe durch die Firma Kemper (Lübeck) umgebaut und damit barockisiert.

1970 führt dieselbe Firma eine Reinigung und Instandsetzung der Orgel durch. Dabei wird der Winddruck weiterhin erhöht und auf 93 mm WS gesetzt. Außerdem werden die beiden Pedalregister Subbaß 16’ und Oktavbaß 8’ nicht wieder eingebaut.

1982 führt die Orgelbauwerkstatt A. Führer (Wilhelmshaven) eine Durchsicht und Reparatur der Orgel durch. Hierbei werden auch die beiden Pedalregister wieder eingebaut. Die Orgel behält jedoch weiterhin ihre stark veränderte Gestalt.

NOMINE MITGLIEDER:

GEFÖRDERT DURCH:

Land Niedersachsen, Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) Ostfriesische Landschaft Ostfriesland Stiftung Oldenburgische Landschaft Orgelakademie Stade Landschaftverband der ehemaligen Herzogtümer Bremen und Verden Lüneburgischer Landschaftsverband Organeum - Orgelakademie Ostfriesland