Bangstede, Ev.-luth. Kirche
Orgel von Johann Gottfried Rohlfs (1794-95)
Kontakt:
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Informationen in Kürze

Bangstede, Ev.-luth. Kirche
Bilder
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Daten zur Orgel:
Disposition:
(8 / I/angeh. Ped.)
Manual
Princip(al) 4’ o
Gedact 8’ o
Traversflöte B/D 8’ r
Rohrflöte 4’ o
Nassat 3’ o
Octav 2’ o
Mixtur 3fach 1’ o
Trompete B/D 8’ r
Pfeifenwerk:
o = Johann Gottfried Rohlfs 1795
r = Bartelt Immer 2009
Manualumfang: C - c'''
Pedal (angehängt): C - d'
Tremulant
Tonhöhe: etwas höher als 440 Hz
Stimmung: wohltemperiert (nach Valotti)
(Reinhard Ruge)
Bau-/Restaurierungsgeschichte
1794 Kontrakt mit Johann Gottfried Rohlfs (im Pfarrarchiv).
1795 Vollendung der Orgel lt. Inschrift.
1877 Reparatur der Orgel durch Rohlfs oder Janssen.
1914 Reparatur der Orgel durch Furtwängler & Hammer (Hannover). In dem Zusammenhang wurde wahrscheinlich eine Gamba 8’ an Stelle der Traversflöte und ein Prinzipal 8’ an Stelle der Trompete eingebaut.
1926 Disposition des Fragebogens:
1. Principal 4’
2. Gedackt 8’
3. Traversflöte 8’ (jetzt Gamba 8’)
4. Rohrflöte 4’
5. Nasat 22/3’
6. Oktave 2’
7. Mixtur 3fach
8. Trompete 8’ B/D (jetzt Prinzipal 8’)
Tremulant; Manualumfang C-c’’’ (49 Tasten); Pedal C-d’.
1947 Bericht von Rudolf von Beckerath: Standort auf Empore über dem Altar, Spieler mit Rücken zur Kirche. Drei alte, stark reparaturbedürftige Keilbälge direkt hinter der Orgel, davon einer völlig geplatzt. Kanalweite 130 x 75 mm, Winddruck 66 mm WS. Neue Klaviatur, Pedalklaviatur alt, Pedal c unter b des Manuals, Teilung 72 mm von Ganzton zu Ganzton; Tonhöhe: ½ Ton über Normal-a; Gamba 8’ auf 2 Schleifen, neu von Hammer; Prinzipal 8’ neu von Hammer (früher Trompete 8’); Tremulant: Schlagender Balg mit federndem Entlastungsventil; Sperrventil stillgelegt. An der Klaviatur die Jahreszahl 1795.
1952 18.12. Die Orgel wird unter Denkmalschutz gestellt. Das Pfeifenmaterial (außer Nr. 3 und 8) und der Prospekt sind alt.
1958 16.6. Gutachten von Orgelpfleger KMD Pahlitzsch: Die im Jahre 1795 von Orgelbauer Rohlfs-Esens erbaute Denkmalsorgel muß in den nächsten Jahren einer Restaurierung nach denk-malspflegerischen Gesichtspunkten unterzogen werden. ... Die beiden Register Principal 8’ und Gambe 8’, die erst vor einigen Jahrzehnten auf den Platz der Register Trompete 8’ und Flöttravero 8’ gesetzt worden sind, verschandeln die Orgel nach Klang und Aussehen. Es müssen wieder die beiden ursprünglichen Stimmen Trompete 8’ und Flöttraverso 8’ hineingesetzt werden. – In Verbindung mit einer baulichen Umgestaltung der Kirche wird geplant, die Orgel von der Ost- auf die Westseite zu versetzen. Der Plan ist auch von der Orgel her gesehen durchaus zu empfehlen. – Verlegung und Restaurierung der Orgel müssen gleichzeitig erfolgen. Bei der Gelegenheit muß die viel zu große Bälgekammer durch einen in der Orgel unterzubringenden Magazinbalg ersetzt werden.
1959 6.4. Kostenanschlag Alfred Führer (Wilhelmshaven) über eine vollständige Wiederherstellung der Orgel und Versetzen der Orgel auf die neue Westempore. Darin wird erwähnt, dass die neue Westempore aus dem abfallenden Holz der Ostempore gebaut werden soll. Im übrigen werden folgende Veränderungen veranschlagt: Die jetzige Balgkammer mit den drei Keilbälgen wird vollständig entfernt. Aus den noch guten Holzteilen der Balgverkleidung wird das Dach der Orgel, das vollständig entfernt ist, gebaut. Die Windanlage wird neu angelegt. Sämtliche Kanäle werden neu aus Eichenholz und in die Pulpetenböden geführt. An Stelle der verbrauchten Keilbälge wird ein neuer Magazinbalg mit Schöpfer in die Orgel eingebaut, aus dem jede Lade, C- und Cis-Seite, zweimal gespeist wird, dazu ein Orgelspezialgebläse „Meidinger“. Die Pedalklaviatur wird erneuert, in Eichenholz geliefert. Neue Registerschilder. Bei der Reparatur sämtlicher wieder zur Verwendung kommender Pfeifen werden die vorhandenen Kernstiche zugerieben und, wo dieses nicht möglich ist, werden neue Kerne eingelötet. Einbau einer Quintade 8’ an Stelle der Gamba 8’. Einbau einer Trompete 8’ an Stelle des Prinzipals 8’.
1960 18.7. Abnahmebericht KMD Pahlitzsch: Kostenanschlag in allen Teilen erfüllt; darüber hinaus hat die Orgelbaufirma ohne besondere Anrechnung eine neue Klaviatur zum Manual, ein neues Wellenbrett einschließlich neuer Wellen und neuer Abstraktur geliefert.
2004 Rahmenplan des Orgelrevisors Ruge. Kostenanschläge von 4 Orgelbauwerkstätten.
2009 Gründliche Restaurierung der Orgel durch Bartelt Immer (Norden) mit Rekonstruktion der Balganlage, Restaurierung der Traktur und Spieltischanlage auf den Originalzustand hin und Rekonstruktion der Traversflöte 8’ und der Trompete 8’. Wiederherstellung der originalen Farbfassung durch die Restauratorin Karin Hesse (Winsen/Aller).
Reinhard Ruge
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