Esens, St. Magnus
Orgel von Arnold Rohlfs (1848-1860)

Kontakt:
E-mail: info(at)organeum-orgelakademie.de

Informationen in Kürze

Die Orgel ist das größte Werk, das der Esenser Orgelbauer gebaut hat, und gleichzeitig die größte Orgel des 19. Jahrhunderts in Ostfriesland. Altes ostfriesisches Orgelbauhandwerk und die neuen Strömungen der Romantik haben hier zu einer neuen Einheit gefunden. Der Klang ist verhältnismäßig milde, aber dabei doch tragend und raumfüllend. Besonders reizvoll und überzeugend klingen hier die Orgelwerke der Klassik und Romantik.
Der prächtige klassizistisch-neoromanische Prospekt entspricht stilistisch genau dem Kirchenraum. Er ist zwar schon eine ausgesprochene Fassade, enthält aber noch überwiegend klingende Pfeifen und spiegelt den inneren Aufbau der Orgel wieder: Hauptwerk, darüber das Oberwerk und zu beiden Seiten das Pedal. Die Pfeifenwerke stehen nicht in geschlossenen Gehäusen, sondern sind nach oben und nach hinten zur Balganlage hin offen. Alle 6 Keilbälge sind noch erhalten, 3 davon sind mit dem elektrischen Gebläse verbunden. Die Empore vor der Orgel gibt Raum für einen Chor.

Reinhard Ruge

Esens, St. Magnus, Rohlfs-Orgel

Esens, St. Magnus

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Daten zur Orgel:

Disposition:
(30 / HW/OW/Ped.)

Hauptwerk
Principal (P) 8' r/o
Bordun 16' o
Viol di gamba 8' o
Rohrfloete 8' o
Quintatön 8' o
Octav 4' o
Spitzflöte 4' o
Quinte 3' o
Octav 2' o
Mixtur 3fach 2' o
Trompete 16' r
Trompete 8' o

Oberwerk
Principal (P) 4' r
Gedackt 8' o
Flaut travers 8' r/o
Floete 4' o
Nassard 3' o
Waldflöte 2' o
Cimbel 2fach 1½’ o/r
Aeoline 8' r
Dulcian 8' r

Pedal
Principalbaß (P) 16' r/o
Subbaß 16' o
Violonbaß 8' o
Hohlflöte 8' o
Quintbaß 6' o
Octavbaß 4' o
Posaune 16' o
Trompete 8' o
Trompete 4' o

Pfeifenwerk:
o = original von Arnold Rohlfs (1848-1860)
r = rekonstruiert von Alfred Führer (1980-83, 1985, 1996)

Manualumfang: C - f'''
Pedalumfang: C – d`

Manualkoppel (o), Pedalkoppel (r)
Tremulant für das ganze Werk (r)
Sperrventile für Oberwerk (r) und Pedal (o)
6 Keilbälge (o)

Winddruck 75 mm WS
Tonhöhe: a’=456 Hz
Stimmung: gleichstufig

Bau-/Restaurierungsgeschichte

1848 Kontrakt mit Arnold Rohlfs (Esens) über den Neubau einer Orgel.

1860 Abnahme durch den Organisten der Schloßkirche
Hannover, Heinrich Enkhausen.

1917 Ablieferung der Prospektpfeifen für die Kriegsrüstung,
später Ersatz durch Zinkpfeifen.

1921 Reparatur durch Furtwängler & Hammer (Hannover):
Einbau einer Pedalkoppel, Dispositionsänderungen.

1947 Reparatur durch Walter Thurau (Marienhafe).

1966 Erneuerungsarbeiten am Oberwerk mit Dispositionsänderungen durch die Hildesheimer Orgelbauwerkstatt (Dipl. Ing. E. Palandt).

1972 Reparatur der Balganlage und neues elektrisches Gebläse durch Alfred Führer (Wilhelmshaven).

1980-83 Restaurierung durch Alfred Führer (Wilhelmshaven -
Fritz Schild).

1985 Einbau einer Pedalkoppel durch Alfred Führer.

1996 Rekonstruktion des durchschlagenden Zungenregisters
Aeoline 8’ durch Alfred Führer.

2006 Reinigung, Überholung und Nachintonation durch
Bartelt Immer (Norden)

Reinhard Ruge

NOMINE MITGLIEDER:

GEFÖRDERT DURCH:

Land Niedersachsen, Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) Ostfriesische Landschaft Ostfriesland Stiftung Oldenburgische Landschaft Orgelakademie Stade Landschaftverband der ehemaligen Herzogtümer Bremen und Verden Lüneburgischer Landschaftsverband Organeum - Orgelakademie Ostfriesland