Gartow, St. Georg
Orgel von Johann Matthias Hagelstein (1740)

Kontakt:
E-mail: info(at)nomine.net | Navigation: Kirchweg, 29471 Gartow
Gemeinde Internet: www.gartow-evangelisch.de

Informationen in Kürze

Die prächtige Hagelstein-Orgel, die einzige neue Orgel ihres Erbauers, wird in zahlreichen gut besuchten Konzerten des Gartower Orgel-Sommers im Juli und August (jew. mittwochs um 18 Uhr) sowie in sonntäglichen Gottesdiensten öffentlich präsentiert.

Gartow, St. Georg, Hagelstein-Orgel

Gartow, St. Georg

Bilder

Klicken Sie bitte auf die Bilder für eine größere Ansicht!

Daten zur Orgel:

Disposition:
(23 / HW/OW/Ped)

Hauptwerk
Quintadena 16'
Prinzipal 8'
RohrFloit 8'
Octave 4'
SpitzFloit 4'
Nassat 3'
Mixtur 4fach
Trompeten 8'
Vox Humana 8'

Oberwerk
Gedackt 8'
Prinzipal 4'
Gemshorn 4'
Octave 2'
WaldFloit 2'
Sesquialtera 2fach
Dulcian 8'


Pedal
Prinzipal 16'
Subbaß 16'
Octave 8'
Gedackt 8'
Octave 4'
Posaune 16'
Trompeten 8'

Manualumfang: C, D - c'''
Pedalumfang: C, D - d'

Ventil zum Hauptwerk
Ventil zum Oberwerk
Ventil zum Pedal
Schiebekoppel OW an HW
Bocktremulant für das ganze Werk
Calcantenglocke

Bau-/Restaurierungsgeschichte

1733 In diesem Jahr erfolgt eine erste Auftragserteilung zur Errichtung einer neuen Orgel an den Lübecker Orgelbauer Hans Hantelmann. Nachdem er bereits mit dem Bau einzelner Teile begonnen hat, verstirbt er jedoch im Jahre 1735.

1735 Andreas Graf von Bernstorff, Patron der Kirchengemeinde, wendet sich daraufhin an den Lüneburger Orgelbauer Johann Matthias Hagelstein (1706-1758), einen Schüler von Matthias Dropa. Hagelstein schließt mit dem Grafen einen Contract über 1000 rthl., die er für seine erste vollständig neue Orgel veranschlagt hat.

1740 Zum Zeitpunkt der Fertigstellung hat der Orgelbauer jedoch 373 rthl. zuviel verbraucht. Es kommt zum Rechtsstreit, unter dessen Folgen Hagelstein bis an sein Lebensende leidet und wodurch es ihm nicht möglich ist, weitere neue Orgeln zu bauen.

1749 In diesem Jahr werden Zusatzarbeiten vorgenommen, u.a. Änderung der Quintadena 8‘ in Qtd 16‘.

1830/31 führt der Lüneburger Orgelbauer Brämpähl eine umfangreiche Instandsetzung der Orgel für 130 rthl durch.

1954 verändert der Göttinger Orgelbauer Paul Ott die Hagelstein-Orgel im Zuge einer sog. Restaurierung und fügt zusätzlich hochliegende Stimmen im Pedal hinzu (Mixtur, Nachthorn 1‘, Cornett 2‘).

1991 endet eine im Wortsinn regelrechte, umfassende Restaurierung der Orgel nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten durch Gebr. Hillebrand, Orgelbau.

CD-Aufnahmen:

1) Die Hagelstein-Orgel in der St. Georg-Kirche zu Gartow.
Axel Fischer spielt Werke von Bach, Böhm, Scheidemann, Leyding, Walther, Krebs, Müthel und Schmügel.
Ev.-luth. Kirchengemeinde Gartow (hrsg.), Best.-Nr. KGG 001

2) Kneller, Geist, Reincken - Complete Organ Works (SACD) - Friedhelm Flamme.
Johann-Matthias-Hagelstein-Organ, Kirche St. Georg, Gartow (1735-1740)
cpo 777 246-2

Literatur:
Die Johann-Matthias-Hagelstein-Orgel in der St.-Georgs-Kirche zu Gartow 1740-1991. Eine Festschrift zur Wiedereinweihung der Orgel am 16. Juni 1991 nach der Restaurierung durch Gebrüder Hillebrand Orgelbau.
Kirchenvorstand Gartow (hrsg.), Lüchow 1991
(mit ausführlichen Artikeln zur Erbauung, Geschichte und Restaurierung der Orgel sowie über die Restaurierung der barocken Grisaillemalerei in der Kirche)

NOMINE MITGLIEDER:

GEFÖRDERT DURCH:

Land Niedersachsen, Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) Ostfriesische Landschaft Ostfriesland Stiftung Oldenburgische Landschaft Orgelakademie Stade Landschaftverband der ehemaligen Herzogtümer Bremen und Verden Lüneburgischer Landschaftsverband Organeum - Orgelakademie Ostfriesland