Groothusen, Ev.-ref. Kirche (ehem. St. Petrus)
Orgel von Johann Friedrich Wenthin (1798-1801)
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14, 26736 Krummhörn
Informationen in Kürze
Die reformierte Kirche in Groothusen beherbergt seit 1801 eine
„allervorzügliche Landorgel“, wie der Erbauer Johann Friedrich
Wenthin (Emden) sein Werk selbst bezeichnete. Die hervorragende und
solide Bauweise sorgte dafür, dass erst im Jahre 1930 größere
Arbeiten durch Max Maucher (Emden) durchgeführt werden mussten.
Seit 1968 mußte die wunderschöne Orgel aufgrund starker baulicher
und klanglicher Mängel schweigen.
Seit 1987 erklingt die Orgel nach einer Restaurierung durch Alfred
Führer (Wilhelmshaven) wieder in alter Schönheit und darf mit Recht
als ein Kunstwerk europäischen Ranges angesehen werden.

Groothusen, Ev.-ref. Kirche
Bilder
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Daten zur Orgel:
Disposition:
(19 / HW/OW/angeh. Ped)
Manual I
Principal (P) 8' r
Bordun 16' o
Gedact 8' o
Fluit travers 8' o
Octav 4' o/r
Fluit travers 4' o
Nasat 3' o
Octav 2' o
Mixtuur IV o
Fagot 16' r
Trompet 8' r
Bovenwerk II
Principal (P) 4' r
Aangenaam Ged. 8' o
Gedact Fluit 4' o
Octav 2' r
Wald Fluit 2' o
Cornet III r
Vox angelica 8' r
Vox humana 8' r
Pfeifenwerk:
o = Johann Friedrich Wenthin, Emden (1798-1801)
r = Alfred Führer, Wilhelmshaven (1987)
Manualumfang: C - f"'
Pedalumfang (angehängt ans HW): C - d'
Koppel B/D Bw/Man.
Tremulant
2 Sperrventile
Windladen o
4 Keilbälge o
Klaviaturen r
Winddruck: 86 mm/WS
Tonhöhe: ca 1/2 Ton über normal
Stimmung: gleichstufig (original)
Bau-/Restaurierungsgeschichte
1798-1801 erbaute Johann Friedrich Wenthin aus Emden ein Instrument mit 19
Registern auf 2 Manualen und angehängtem Pedal. Das Werk ist in
vielen Punkten besonders und modern angelegt. Hervorzuheben sind
unter anderem die gleichstufig temperierte Stimmung sowie drei aus
Mahagoni angefertigte und innenlabierte Traversflötenregister in
8’, 4’ und 3’ Lage. Laut dem Abnahmegutachten genüg die Orgel
selbst höchsten Ansprüchen.
1911 erste Klagen über den Zustand der Orgel. In einem Gutachten heißt
es unter anderem, dass die Zungenstimmen schon lange unbrauchbar
sind.
1930 wurden durch Max Maucher aus Emden alle originalen Zungenstimmen
entfernt. Maucher erneuert die Manualklaviaturen und stellt hinter
der Orgel auf einer selbständigen Pedallade einen Subbaß 16’ auf.
1968 war eine gottesdienstliche Nutzung des Instruments nicht mehr
möglich.
1986-1987 wurde die Orgel nach vielen Jahren des Schweigens durch Alfred
Führer Wilhelshaven unter der fachlichen Beratung von Harald Vogel
mustergültig Restauriert.
(Quellen: Orgeln in Niedersachsen, NOMINE 7/09)
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