Grünendeich, St. Marien
Orgel von Dietrich Christoph Gloger (1766)

Kontakt:
E-mail: info(at)orgelakademie.de | Navigation: Obstmarschenweg 13, 21720 Grünendeich
Gemeinde E-Mail: KG.Luehekirchen-II(at)evlka.de | Internet: kirchealtesland.sethora.de

Informationen in Kürze

Die Orgel von Dietrich Christoph Gloger mit 17 Registern auf 2 Manualen und angehängtem Pedal wurde 1766 fertig gestellt. Nach Umbauten im 19. Jahrhundert durch Ph. Furtwängler wurde die Orgel 1959 in einen Zustand versetzt, der es zu einer Ruine degradierte.
Zu Ostern 2008 wurde nun der erste große Bauabschnitt der Restaurierung und Rekonstruktion durch Orgelbau Rowan West (Altenahr) fertig gestellt und eingeweiht. Der 2. Bauabschnitt zur Vervollständigung der Orgel wurde im März 2009 abgeschlossen. Hier wurden noch vier Register (HW Mixtur und Cornet/Dulcian und im BW Scharff und Krumhorn) ein Balg und die Farbfassung fertig gestellt. Seither ist die Orgel Glogers wieder in ihrer ursprünglichen Disposition und klanglichen Farbigkeit zu erleben.

Grünendeich, St. Marien, Gloger-Orgel

Grünendeich, St. Marien

Bilder

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Daten zur Orgel:

Disposition:
(17 / HW/BW/angeh. Ped)

Hauptwerk
Principal 8’ (Gl/W)*
Quintadena 16’ (Gl)
Gedackt 8’ (Gl)
Octave 4’ (Gl)
Quinte 3’ (W)
Gemshorn 2’ (W)
Octave 2’ (Gl/W)
Mixtur III-IV (W)**
Trompete 8’ (W)
Cornet (Bass) 2’ (W)**
Dulzian 16’ (Disk) (W)**

Brustwerk
Gedackt 8’ (Gl)
Flöte 4’ (Gl)
Nasat 3’ (W)
Octave 2’ (Gl/W)
Sesquialtera II (W)
Scharff III (W)**
Krummhorn 8’ (W)**

Pfeifenwerk:
Gl = Gloger (1766)
W = West (2008)

* Prospekt
** diese Register wurden erst im 2. Bauabschnitt (2009) gebaut; ebenso wurden ein dritter Balg und die Farbfassung dann erst fertig gestellt

Manualumfang: C, D - c’’’
Pedalumfang: C, D bis d’ (Ped. angehängt ans HW)

Tremulant (W)
Cimbelstern (W)
Manualkoppel (W)
Traktur (W/Gl)
Windladen (Gl)
Gehäuse (Gl/W)

3 (ursprünglich 4) Bälge**

Winddruck: 68 mm WS
Tonhöhe: Chorton (1/2 Ton über normal)
Stimmung: Bach-Barnes

Bau-/Restaurierungsgeschichte

1766 Fertigstellung der Orgel von Dietrich Christoph Gloger mit 17 Registern auf 2 Manualen und angehängtem Pedal

1772 Erste Wartungen noch durch Gloger selbst

1778 und 1783 führte Georg Wilhelm Wilhelmy diese Arbeiten fort. Wilhelmy ersetzte auch die Krallenglöckchen des barocken Zimbelsterns durch die in Mode gekommenen „Akkordglocken in G-Dur“.

1851 baute Philipp Furtwängler das Instrument 1851 um. Er veränderte die Disposition in zeitgemäßer Weise, wobei er das Brustwerk eliminierte und ein neues Hinterwerk auf Glogers Windlade baute. Die Prospektpfeifen arbeitete er um, indem er die Pfeifenkörper abschnitt und diese erneuerte.

1908 wurde durch die Fa. Peternell aus Seligenthal ein kleines Pedal mit einem selbstständigen Register (Subbass 16’) angebaut.

1947 erfolgten Reparaturmaßnahmen durch die Fa. Wallonis aus Hamburg.

1958 baute Rudolf von Beckerath ein elektrisches Gebläse in die Orgel ein.

1959 Umbauten durch Fa. Kemper, die die Orgel in einen Zustand versetzt, der es zu einer Ruine degradierte.

2007/2008 Restaurierung 1. Bauabschnitt mit Rekonstruktion des Zustandes 1766 duch Rowan West (Altenahr) 

2009 2. Bauabschnitt: Einbau der noch fehlenden Register und Restaurierung der Farbfassung durch Dietrich Wellmer (Himbergen / Uelzen).

NOMINE MITGLIEDER:

GEFÖRDERT DURCH:

Land Niedersachsen, Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) Ostfriesische Landschaft Ostfriesland Stiftung Oldenburgische Landschaft Orgelakademie Stade Landschaftverband der ehemaligen Herzogtümer Bremen und Verden Lüneburgischer Landschaftsverband Organeum - Orgelakademie Ostfriesland