Huntlosen, St. Briccius
Orgel von Orgelbauer Schmid II (1855)
Informationen in Kürze
Die Sankt-Briccius-Kirche in Huntlosen wurde um 1250 als Wehrkirche
errichtet. Sie ist Nachfolgerin einer ersten Holzkirche aus dem 9.
Jahrhundert und einer Steinkirche, die hier um 1120 errichtet
wurde. Es handelt sich um eine weitgehend ursprünglich erhaltene
gewölbte Saalkirche. Im Inneren befinden sich qualitätvolle
Einzelstücke der nachreformatorischen Ausstattung. Weitere
Kunstgegenstände sind eine Christusfigur am Kreuz hinter dem Altar,
welche um 1450 von einem unbekannten Künstler gefertigt wurde und
ein Taufstein aus dem Jahr 1680, ein Geschenk des kath.
Fürstbischofs von Münster, Ferdinand II. von Fürstenberg. Die
Kanzel der Kirche entstand vermutlich in der Mitte des 18.
Jahrhunderts. Bei den Renovierungsarbeiten in den Jahren 1991/92
konnte über dem Altar eine ca. 500 Jahre alte Deckenmalerei
freigelegt werden. Das Gemälde zeigt eine Christusfigur, aus deren
Mund Lilie und Schwert wachsen: Symbole für Reinheit und Schärfe
der Worte Jesu.
1855 von dem Orgelbauer Schmid II gebaut, konnte die Orgel der
Kirche St. Briccius weitgehend erhalten werden. Einzig ihr Platz
innerhalb der Kirche (Verlegung von der Westempore auf die
nördliche Schwalbennestempore) veränderte sich. Außerdem wurde
eines der Register mehrfach verändert (die heutige Oktave 4´war zu
Beginn eine Doppelflöte, dann eine Mixtur 3f.).

Huntlosen, St. Briccius
Bilder
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Daten zur Orgel:
Disposition:
(7 / I/Ped)
Manual
Principal 8´
Gedackt 8´
Oktave 4´
Flöte 4´
Oktave 2´
Pedal
Subbass 16´
Violon 8´
Manualumfang: C-f'''
Pedalumfang: C-c'
Koppeln: I-P
Bau-/Restaurierungsgeschichte
1855 Neubau durch Schmid II, Oldenburg, 7 Register, Manual I und Pedal
1918 Ausbau der Prospektpfeifen für Kriegszwecke durch Orgelbauer
Schmid III, Oldenburg, (1921 neue Prospektpfeifen aus aluminiertem
Zink)
1948 die Orgel wird vermutlich durch Alfred Führer von der Westempore
auf die nördliche Schwalbennestempore verlegt, Keilbälge werden
durch einen kleinen Balg ersetzt, anstelle der verwurmten
Doppelflöte wird ein Mixtur 3f. 2/3´ eingebaut
1999 Restaurierung der Orgel durch Firma Werner Bosch, Kassel, anstelle
der Mixtur wird eine Oktave 4´ eingebaut, Einbau einer Pedalkoppel
und einer neuen Pedalklaviatur, Erneuerung der Prospektpfeifen
(Stand: 23.09.09; Quelle: Orgelatlas Oldenburg, Fritz Schild, 2008
Wilhelmshaven, S. 123; www.wikipedia.org, 18.09.09,
www.oldenburgische-landschaft.de, 18.09.09)
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GEFÖRDERT DURCH:

