Oederquart, St. Johannis
Orgel von Gebr. Hillebrand (1971/2000) im Schnitger-Gehäuse von 1682

Kontakt:
E-mail: info(at)orgelakademie.de | Navigation: Süderende 5, 21734 Oederquart
Gemeinde E-mail: KG.Oederquart(at)evlka.de

Informationen in Kürze

Die Orgel der St. Johanniskirche in Oederquart wurde von 1678 – 1682 von Arp Schnitger erbaut. Das Instrument besaß 28 Register auf 3 Manualen und angehängtem Pedal. Möglicherweise übernahm Schnitger bei seinem Neubau das Gehäuse einer Vorgängerorgel von Antonius Wilde. Nach vielen geringfügigen Arbeiten an der Orgel erfolgt 1864/65 ein durchgreifender Umbau durch Johann Hinrich Röver (Stade). Im Jahre 2000 konnte der erste Bauabschnitt einer Restaurierung durch die Orgelbaufirma Hillebrand (Altwarmbüchen) abgeschlossen werden.

Oederquart, St. Johannis, Hillebrand-Orgel im Schnitger-Gehäuse

Oederquart, St. Johannis

Bilder

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Daten zur Orgel:

Disposition:

Ursprüngliche Disposition:
(22 / HW/RP/BW/angeh. Ped)

Hauptwerk
Principal 8’
Quintadena 16’
Gedact 8’
Octave 4’
Gedact 4’
Nasat 3’
Octave 2’
Gemshorn 2’
Quinte 1 ½’
Rauschpfeife 2 fach
Mixtur 4 bis 5 fach
Trompete 8’




Heutige Disposition:
(18 / HW/RP/Ped)

Hauptwerk
Prinzipal 8’*
Gedackt 8’**
Oktave 4’**
Oktave 2’**
Nasat 3’ (vacant)
Mixtur 4 bis 5 fach




Rückpositiv

Principal 4’
Gedact 8’
Octave 2’
Sesquialtera 2 fach
Mixtur 4 fach
Dulcian 8’
Schalmey 4’











Rückpositiv
Prinzipal 4’*
Rohrflöte 8’
Blockflöte 4’
Waldflöte 2’
Terzian 3 fach
Dulcian 16’




Brustwerk

Gedact 4’
Octave 2’
Regal 8’


Pedal-Koppel, Tremulant, Zimbelstern, Glockenzug
6 Bälge
Manualumfang: C,D,E,F,G,A – c’’’
Pedalumfang: C,D,E,F,G,A – d’
Tonhöhe: 1 Ton über normal
Stimmung: wahrscheinlich mitteltönig




Pedal
Oktave 8’***
Subbaß 16’
Oktave 4’
Posaune 16’
Trompete 8’
Trompete 4’

Pfeifenwerk:
* = Schnitger (C,D,E ,F,G,A – c’’’; Cis, Dis, Fis, Gis und cis’’’ – f’’’ neu)
** = Röver
*** = Busch

Manualumfang: C – f’’’
Pedalumfang: C, D, E – d’
Hauptwerk und Rückpositiv: Hillebrand 1971
Pedal: Hillebrand 2000
Manualkoppel, Pedalkoppel HW/Ped und RP/Ped, Tremulant,

Tonhöhe: normal
Stimmung: ungleichschwebend (nach den Umbauten)

Bau-/Restaurierungsgeschichte

1678 bis 1682 erbaute Arp Schnitger die Orgel in der St. Johanniskirche in Oederquart. Möglicherweise übernahm er dabei das Gehäuse einer Vorgängerorgel von Antonius Wilde.

1781 baute Johann Daniel Busch Pedaltürme und ein selbstständiges Pedal mit dem Umfang C, D, E bis d’ hinzu:

Pedal
Subbaß 16’
Octave 8’
Octave 4’
Posaune 16’
Trompete 8’
Trompete 4’

Diese Orgel stand bis 1909, also auch noch nach dem verschwinden der Schnitger-Orgel und einem Neubau durch Johann Hinrich Röver 1864/65 hinter dem nun stummen Schnitger-Prospekt, auf der Nordseite gegenüber der Kanzel.

1907 bis 1909 verlegt die Fa. Furtwängler und Hammer die Orgel auf die Westempore und gestaltet die Orgel erneut um.

1971 erfolgt ein Neubau unter Wiederverwendung der alten Prospektpfeifen in HW und RP durch die Fa. Hillebrand. Das Pedal bleibt weiterhin stumm und es kommt nur das Rahmenwerk und die Pfeifen zur Aufstellung.

2000 ist dieses Pedal neu durch Gebr. Hillebrand Orgelbau gebaut und das Rückpositiv neu in die Brüstung eingepasst worden, das gesamte Pfeifenwerk wurde überarbeitet und neu intoniert.

NOMINE MITGLIEDER:

GEFÖRDERT DURCH:

Land Niedersachsen, Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) Ostfriesische Landschaft Ostfriesland Stiftung Oldenburgische Landschaft Orgelakademie Stade Landschaftverband der ehemaligen Herzogtümer Bremen und Verden Lüneburgischer Landschaftsverband Organeum - Orgelakademie Ostfriesland