Rotenburg (Wümme), evang. Stadtkirche
Orgel der Fa. Klais, Bonn (1983) im historischen Gehäuse von 1865
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Rotenburg
Informationen in Kürze
Die Klais-Orgel in der Rotenburger Stadtkirche – 1983 erbaut – hat
36 Register, verteilt auf Hauptwerk, Schwellwerk und Pedal. Spiel-
und Registertraktur sind rein mechanisch, wobei die Registeranlage
gleichzeitig an eine elektronisch steuerbare Setzeranlage
angeschlossen ist. Das neugotische Orgelgehäuse ist ein Werk des
Rotenburger Tischlers Ernst Rinck aus dem Jahr 1865.

Rotenburg (Wümme), evang. Stadtkirche
Bilder
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Daten zur Orgel:
Disposition:
(36 / HW/SW/Ped)
Hauptwerk
Bourdon 16’
Principal 8’
Cornet 5f
Gamba 8’
Gedackt 8’
Octave 4’
Rohrflöte 4’
Octave 2’
Waldflöte 2’
Mixtur 4f
Cymbel 3f
Trompete 16’
Trompete 8’
Clairon 4’
Schwellwerk
Salicional 8’
Vox coelestis 8’
Quintade 8’
Rohrflöte 8’
Principal 4’
Blockflöte 4’
Octavin 2’
Nasard 2 2/3’
Sifflet 1’
Terz 1 3/5’
Scharff 4f
Dulzian 16’
Hautbois 8’
Pedal
Principal 16’
Subbaß 16’
Oktave 8’
Gedackt 8’
Tenoroktave 4’
Rauschpfeife 4f
Posaune 16’
Trompete 8’
Klarine 4’
mechanische Spiel- und Registertraktur
Setzeranlage
3 Koppeln
Tonhöhe: normal (a’ = 440 Hz)
Stimmung: gleichschwebend
Bau-/Restaurierungsgeschichte
Ebenso bewegt wie die Geschichte der Rotenburger Stadtkirche (1.
Kirchenbau 1192, jetziger 5. Kirchenbau von 1862, Turm von 1752)
ist die Geschichte ihrer Orgeln.
Bereits 1608 wird eine Orgel erwähnt, deren Gehäuserahmen heute noch im Bremer
Focke-Museum besichtigt werden kann. Dieses Orgelgehäuse ist ein
Werk des damals bekannten Hamburger Bildhauers Münstermann. Die
Orgel selbst stammte von Hans Scherer, einem Vorläufer des
berühmten Arp Schnitger.
1687 wurde von der zerstörten Scherer-Orgel das Gehäuse übernommen und
von dem Bremer Orgelbauer Corthumb ein Werk mit zwei Manualen und
13 Registern erstellt. Es gilt als sicher, dass der heute noch
unvergessene Komponist und Organist Vincent Lübeck aus Stade zur
Begutachtung dieser Orgel herangezogen wurde. Beim Abbruch der
Kirche 1860 blieb wiederum nur das münstermannsche Gehäuse
erhalten.
1866 baute die Firma Furtwängler und Hammer aus Hannover eine neue
Orgel. Diese Orgel thronte hoch oben über der Gemeinde über den
"Orgelboden". Ihr Klang fiel tief hinunter in das Kirchenschiff und
füllte den Kirchenraum.
1927 wurde eine Chorempore eingebaut, denn die Kirchenmusik hatte sich
entwickelt und die Chöre brauchten ihren Platz in der Kirche.
Für die Orgel war dieser architektonische Eingriff wenig
vorteilhaft - die Abstrahlung des Klanges wurde durch die
vorgeschobene Empore empfindlich gestört.
Seit 1945 erfolgten zahlreiche Eingriffe und Reparaturen an der Orgel -
schließlich entschloss man sich 1979 zu einem Neubau, der 1983 von der Firma Klais aus Bonn vollendet wurde.
Die neue Orgel steht in dem unter Denkmalschutz stehenden Gehäuse
des Rotenburger Tischlers Ernst Rinck aus dem Jahre 1865. Dieses
kunsthandwerkliche Meisterwerk ist aus massivem Eichenholz
gefertigt und wurde, um die neue Orgel unterbringen zu können
lediglich in der Höhe verändert und mit einem neuen Sockel
versehen. Die Orgel steht nun auf der Chorempore - somit ist für
eine ausreichende und gute Klangabstrahlung gesorgt.
Die Orgelfassade im neugotischen Stil besteht aus flächigen
Hauptfeldern, die durch schlanke Säulen mit nachgestalteten
korinthischen Sockeln und Köpfen eingefasst sind. Diese
Pfeifenfelder sind mit den Zinnpfeifen des Principal 8', der Octave
4' und der schlanken Gamba 8' ausgefüllt. Über den Säulen stehen
die reichgeschnitzten Türme, die sich in den Gewölbebogen der
Westempore einfügen und deren Zentrum durch eine Rosette gestaltet
ist. Der neu gestaltete Sockel, das tragende Fundament der Orgel,
nimmt den Prospekt in zwei geschwungenen Ohren auf und überträgt
die oberen Pfeifenfelder in Rahmen und Füllungen zu einem schlanken
Unterbau, in den sich der Spielschrank mit seinen aus Edelhölzern
und Elfenbein gedrechselten Registerzügen einfügt.
Die Disposition enthält 36 Register, verteilt auf Hauptwerk,
Oberwerk und Pedal. Das Oberwerk steht über den Pfeifen des
Hauptwerkes von außen nicht sichtbar und wurde als Schwellwerk
gebaut. Spiel- und Registertraktur sind rein mechanisch, wobei die
Registeranlage gleichzeitig an eine elektronisch steuerbare
Setzeranlage angeschlossen ist, die direkt auf die Mechanik wirkt.
Die Setzeranlage hat mittlerweile durch den Einbau eines Computers
640 speicherbare Kombinationen.
NOMINE MITGLIEDER:
GEFÖRDERT DURCH:









