Westerstede, St. Petri
Orgel von Ahrend und Brunzema im historischen Manualgehäuse von
Joachim Kayser (1687)
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Westerstede
Informationen in Kürze
Die St.-Petri-Kirche ist eine evangelisch-lutherische Kirche im
romanischen, teilweise aber auch im gotischen Baustil. Sie hat
einen 46 Meter hohen Kirchturm und ein Kirchenschiff mit Chor. Der
untere Teil des Turmes besteht aus Findlingen. Der restliche Teil
wurde mit rötlichem Backstein gemauert. Am unteren Ende des
Spitzdaches des Turms befinden sich vier weitere kleinere Ecktürme,
die ebenfalls mit einem Spitzdach abschließen. Neben der Kirche
befindet sich noch ein Glockenturm.
Dem Neubau der Firma Ahrend und Brunzema (Loga) aus dem Jahr 1971,
gehen unterschiedlich Neu- und Umbauten voraus. Zunächst baute
Joachim Kayser (Jever) 1687 eine Orgel mit Hauptwerk, Rückpositiv
und angehängtem Pedal. Dieses Instrument wurde durch den Orgelbauer
Schmid II (Oldenburg) 1864 radikal verändert. Das Rückpositiv wurde
abgebaut und durch ein 2. Manual (Oberwerk) ersetzt. Außerdem wurde
ein selbständiges Pedal eingebaut. 1922 baute die Firma Furtwängler
& Hammer (Hannover) eine neue Orgel, übernahm jedoch einige
Register aus der Vorgängerorgel und das alte Manualgehäuse von
1687, das nach beiden Seiten vergrößert wurde. Nachdem 1938
nochmals die Disposition durch die Firma Furtwängler & Hammer
geändert wurde, entstand schließlich der Neubau der Firma Ahrend
und Brunzema.

Westerstede, St. Petri
Bilder
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Daten zur Orgel:
Disposition:
(22 / HW/RP/Ped)
Hauptwerk
Praestant 8´
Rohrflöte 8´
Oktave 4´
Spitzflöte 4´
Quinte 22/3´
Oktave 2´
Mixtur 3–4f.
Trompete 8´
Rückpositiv
Gedackt 8´
Praestant 4´
Rohrflöte 4´
Oktave 2´
Waldflöte 2´
Sesquialtera 2f.
Scharf 2–3f.
Dulzian 8´
Pedal
Subbass 16´
Oktave 8´
Oktave 4´
Flöte 2´
Fagott 16´
Trompete 8´
Manualumfang: C – f'''
Pedalumfang: C – f'
Manualschiebekoppel, Pedalkoppel Hauptwerk
Tremulant durch das ganze Werk
Registerzüge des Rückpositives an der Rückwand des Rückpositives
Bau-/Restaurierungsgeschichte
1687 Neubau durch Joachim Kayser, Jever, Hauptwerk und Rückpositiv, 16
Stimmen und angehängtes Pedal
1864 Umbau der Orgel durch Orgelbauer Schmid II, Oldenburg, Entfernung
des Rückpositiv, an seiner Stelle wird ein neues II. Manual und ein
selbständiges Pedal eingebaut, Disposition und Anzahl der Register
nicht bekannt
1912 im Oberwerk sind Hoboe und Mixtur ausgebaut, dafür Bordun 16´ ab G
und Gamba 8´, im Gedackt 8´ II. Manual neue Metallpfeifen von f' –
c''', die Posaune erhält neue Zungen und Kehlen und engere Becher,
im Hauptwerk wird die Gamba umgebaut zu Dolce 8´, Einbau einer
neuen Pedalkoppel II und einer neuen Pedalklaviatur C – c',
Orgelbauer Schmid III schreibt am 22. Mai 1912: Das Hauptwerk
stammt aus dem Jahre 1687 und ist noch unverändert
1922 Neubau durch Furtwängler und Hammer, Hannover, Wiederverwendung
einiger Register aus der Vorgängerorgel und des alten
Manualgehäuses von 1687, das nach beiden Seiten vergrößert wird,
pneumatische Kegelladen, II. Manual im Schwellkasten, die Orgel ist
2manualig mit 24 Registern, Koppeln II-I, I-P, II-P, Super II,
Super II-I, Unter II, Unter II-I, Melodiekoppel, Spielhilfen Tutte,
Handregister, Schwelltritt, Walze, Rohrwerksabsteller, automatische
Pedalumschaltung
1938 Änderung der Disposition durch Firma Furtwängler und Hammer, im
Manual I. Nasard 2 2/3´ statt Gamba 8´, im Pedal Principal 8´ statt
Kontrabass 16´ und Choralbass 4´ statt Violon 8´
1971 Neubau durch Firma Ahrend und Brunzema, Loga
(Stand: 25.09.09; Quelle: Orgelatlas Oldenburg, Fritz Schild, 2008
Wilhelmshaven, S. 248; www.wikipedia.org, 18.09.09)
NOMINE MITGLIEDER:
GEFÖRDERT DURCH:

