Wiefels, Evangelisch-lutherische Kirche
Orgel von Orgelbauer Schmid III (1903)
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Informationen in Kürze
Die aus dem 13. Jahrhundert stammende aus Granit gebaute Saalkirche
von Wiefels wurde 1420 zum Großteil durch Backstein ersetzt. Von
dem ehemaligen Granitmauerwerk sind nur noch Reste vorhanden. Die
unterschiedlichen Formen im Backsteinmauerwerk weisen außerdem auf
spätere Reparaturarbeiten hin. Der Glockenturm der Kirche stammt
wahrscheinlich aus dem 15. Jahrhundert. Bemerkenswert sind das
ehemalige Altarretabel, das hölzerne Taufbecken sowie die Kanzel
aus dem 17. Jahrhundert.
Im Jahr 1720 erhielt die Kirche in Wiefels ein Positiv, welches
zuvor in der Stadtkirche zu Jever gestanden hatte. Der Orgelbauer
J. C. Karling baute zunächst einen Tremulanten ein, im Jahr 1851
kam vermutlich ein angehängtes Pedal hinzu. Nachdem der Orgelbauer
Schmid III (Oldenburg) bereits notwendige Reparaturen an der Orgel
vorgeschlagen hatte, bot er 1903 schließlich eine neue Orgel an, in
der Teile einer 1870 von Schmid II (Oldenburg) erbauten Orgel
verwendet werden sollten. Außerdem wurden auch das Gehäuse, die
Windladen, die Kastenbälge und die Manualklaviatur übernommen. Im
Jahr 1953 baute Alfred Führer (Wilhelmshaven) eine Blockflöte 2´
ein und verändert die Disposition, jedoch werden die alten Teile
auch von ihm übernommen.

Wiefels, Evangelisch-lutherische Kirche
Bilder
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Daten zur Orgel:
Disposition:
(7 / I/Ped)
Manual
Principal 8´ (P Zink, Rest alt)
Liebl. Gedackt 8´ (alt)
Salicional 8´ (C–F zs. mit Gedackt 8´)
Oktave 4´ (z. T. P Zink, Rest alt)
Blockflöte 2´
Mixtur 1–3f. (alt)
Pedal
Subbass 16´ (als)
Oktavbass 8´ (alt)
Manualumfang: C – f'''
Pedalumfang: C – d'
Pedalkoppel als Zug
Spielhilfen: Plenumtritt an - ab für Principal 8´, Oktave 4´ und
Mixtur
Bau-/Restaurierungsgeschichte
1720 Die Kirche erhielt ein Positiv, das zuvor in der Stadtkirche zu
Jever gestanden hat und vermutlich von Gerhard von Holy, Jever
erbaut wurde. Orgelbauer J. C. Karling, der das Positiv in Wiefels
aufstellte, baute einen Tremulanten hinzu, die Orgel verfügt über 7
Register auf 1 Manual und eine kurze Oktave
1851 Einbau eines angehängten Pedals
1903 Schmid III, Oldenburg, bietet eine neue Orgel an, bei der etliche
Teile der von Schmid II im Jahre 1870 erbauten Orgel für die alte
Garnisonskirche in Oldenburg verwendet werden sollen, das neue
Instrument ist einmanualig, 7 Stimmen, Pedal, Pedalkoppel und
Plenumtritt (8´+ 4´+ Mixtur), neben einigen Registern werden von
der Orgel aus Oldenburg auch das Gehäuse, die Windladen, die
Kastenbälge und die Manualklaviatur übernommen
1953 Einbau eines neuen Balges und eines neuen Motors durch Alfred
Führer, Wilhelmshaven, Einbau einer Blockflöte 2´ auf einem
Anbaustock, leichte Änderung der Disposition auf den heutigen Stand
(Stand: 28.09.09; Quelle: Orgelatlas Oldenburg, Fritz Schild, 2008
Wilhelmshaven, S. 253; www.friesland-jever.de, 18.09.09)
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