Wustrow, St. Laurentius
Orgel von Furtwängler & Hammer (1915)

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Informationen in Kürze

Hinter dem klassizistischen Orgelprospekt der Vorgängerorgel baute im Jahre 1915 die Orgelbaufirma Furtwängler & Hammer, Hannover, ein zweimanualiges Werk mit 19 Registern. Die Ton- und Registersteuerung ist, wie zu jener Zeit üblich, pneumatisch angelegt. Das zweite Manualwerk steht in einem Schwellkasten.
Die Kirchengemeinde hat das vollständig alt erhaltene Instrument (glücklicherweise entging es den neobarocken Bestrebungen der Orgelbewegung) im Jahre 1993 durch Orgelbaumeister Franz Rietzsch, Hiddestorf, vollständig überholen und instandsetzen lassen. Abschließend erfolgte die farbliche Gestaltung des denkmalgeschützten Orgelprospektes von 1845 (Eduard Meyer) nach originalem Befund.
Seither funktioniert die Orgel technisch einwandfrei und ist eines der pneumatischen "Vorzeigeinstrumente" des Wendlandes.

Wustrow, St. Laurentius, Furtwängler & Hammer-Orgel

Wustrow, St. Laurentius

Bilder

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Daten zur Orgel:

Disposition:
(19 / II/Ped)

I. Manual
Bordun 16'
Principal 8'
Viola di Gambe 8'
Offenflöte 8'
Oktave 4'
Rohrflöte 4'
Mixtur 2-3fach
Trompete 8'

II. Manual
Geigenprincipal 8'
Harmonieflöte 8'
Salicional 8'
Liebl. Gedackt 8'
Aeoline 8' (Schwebung)
Fugara 4'

(im Schwellkasten)

Pedal
Subbaß 16'
Gedacktbaß 16'
Violon 16'
Principalbaß 8'
Cello 8'

Manualumfang: C - g'''
Pedalumfang: C - d'

Nebenzüge:
Manualkoppel II-I
Pedalkoppel I
Pedalkoppel II
Oberoktavkoppel I
Oberoktavkoppel II
Oberoktavkoppel II-I
Unteroktavkoppel II
Rohrwerkabsteller

Vier feste Kombinationen: p / mf / f / tutti

Möglichkeit zur automatischen Pedalumschaltung beim Manualwechsel

Bau-/Restaurierungsgeschichte

1845 Neubau einer einmanualigen Orgel durch Eduard Meyer, Hannover

1915 Hinter dem Orgelprospekt der Meyer-Orgel baut Furtwängler & Hammer, Hannover, ein neues zweimanualiges Instrument mit 19 Registern mit pneumatischer Ton- und Registertraktur

1917 Zwangsabgabe der noch originalen Meyerschen Prospektpfeifen aus 12 löthigem Zinn an die Heeresverwaltung für Kriegszwecke. Späterer Ersatz durch stumme Zinkpfeifen.

1993 Grundlegende Überholung und Instandsetzung der vollständig alt erhaltenen Orgel durch Franz Rietzsch, Hiddestorf. Abschließend erfolgt die farbliche Gestaltung des denkmalgeschützten Orgelprospektes von 1845 nach originalem Befund.

Literatur:
Kleine Geschichte der Wustrower Orgeln (Festschrift).
Kirchenvorstand Wustrow (hrsg.), Lüchow 1993
(mit Beiträgen über die Vorgängerorgeln [Stein 1776 und Meyer 1845], über Erbauung und Geschichte der Furtwängler & Hammer-Orgel sowie über den romantischen Orgelbau im 19. Jh.)

NOMINE MITGLIEDER:

GEFÖRDERT DURCH:

Land Niedersachsen, Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) Ostfriesische Landschaft Ostfriesland Stiftung Oldenburgische Landschaft Orgelakademie Stade Landschaftverband der ehemaligen Herzogtümer Bremen und Verden Lüneburgischer Landschaftsverband Organeum - Orgelakademie Ostfriesland